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Inkontinenz

In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (DKG) rund 9 Millionen Männer und Frauen von Inkontinenz betroffen – Tendenz steigend. Im Volksmund häufig als „Blasenschwäche“ bezeichnet, kann die Krankheit viele unterschiedliche Ursachen haben und muss nicht nur den Harnfluss betreffen. Inkontinenz ist keine „Randgruppenkrankheit“, sondern sie betrifft viele unterschiedliche Personengruppen und Patientenprofile – und sie findet sich in jeder Altersgruppe wieder. Ohne entsprechende fachliche Versorgung fällt Betroffenen die Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag schwer: Sie bleiben daheim, kapseln sich aus Schamgefühl ab.

Symptome

Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine Inkontinenz hindeuten können. Dazu gehört einerseits unfreiwilliger Urinverlust, also der plötzliche Verlust von Urin etwa beim Husten, Niesen, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder bei starkem Harndrang. Auch häufiger Harndrang, also das Gefühl, ständig die Toilette aufsuchen zu müssen, auch wenn die Blase nicht voll ist, gehört dazu. Darunter fällt auch häufiges nächtliches Wasserlassen (Nykturie), das den Schlaf stört.

Manche Menschen haben Probleme, ihre Blase vollständig zu entleeren, was zu Restharn und einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. Wichtig: Auch Schmerzen oder Unbehagen beim Wasserlassen sollten beachtet werden, sie können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen!

Diagnose

Eine gezielte, differenzierte Untersuchung ist notwendig, um den spezifischen Inkontinenztyp und die zugrunde liegende Ursache(n) zu bestimmen. Patientenfragebögen sind hierzu ein wichtiges Hilfsmittel, um das Ausmaß und die Art der Inkontinenz zu ermitteln. Inkontinenzepisoden und begleitende Symptome können zudem durch ein Blasentagebuch genauer erfasst werden. Darin dokumentieren Patienten ihre Trink- und Miktionsgewohnheiten (Muster des Wasserlassens) sowie Inkontinenzepisoden.

Nach dieser Basisdiagnostik folgen spezifische Untersuchungen:

  • Ein Pad-Test kann den Grad der Inkontinenz objektivieren, indem die Menge des unfreiwilligen Urinverlusts bestimmt wird.
  • Mittels Urinanalyse können Infektionen, Hämaturie oder andere pathologische Veränderungen erfasst werden.
  • Die Bestimmung der Restharnmenge nach dem Wasserlassen mittels Sonographie gibt Aufschluss über eine mögliche unvollständige Blasenentleerung.
  • Bei unklaren oder komplexen Fällen werden weiterführende Untersuchungen, wie die Urodynamik, durchgeführt. Diese liefert detaillierte Informationen über die Blasenfunktion während der Füllungs- und Entleerungsphase.
  • Der Stresstest kann insbesondere bei der Diagnose der Belastungsinkontinenz nützlich sein. Die Patienten werden dabei aufgefordert, mit voller Blase zu husten oder zu pressen, um einen unfreiwilligen Urinverlust auszulösen.
  • Die Zystometrie ermöglicht die Messung der Menge an Flüssigkeit, die die Blase aufnehmen kann, und den Druck in der Blase bei verschiedenen Füllmengen.
  • Die Urethrozystoskopie ermöglicht die direkte Betrachtung von Harnröhre und Blase und kann strukturelle Anomalien oder Neoplasien aufdecken.

Abschließend können bildgebende Verfahren,  wie beispielsweise eine Becken-MRT, in spezifischen Fällen dazu beitragen, anatomische oder krankheitsbedingte Veränderungen zu erkennen.

Therapie

Oftmals hilft bereits ein Training für die Beckenbodenmuskulatur, um eine Stabilität von Blase und Harnröhre zu erreichen. Insbesondere bei der Belastungsinkontinenz zeigt dieses Training erhebliche Erfolge, wenn es konsequent über mehrere Wochen hinweg praktiziert wird. Auch eine Veränderung des Lebensstil – etwa Ernährungsumstellung und/oder mehr Bewegung – kann erfolgreich sein. Daneben bietet Ihnen Ihr Reha-aktiv Sanitätshaus auch TENS/EMS-Geräte, die ein Muskeltraining des Beckenbogens unterstützen.

Darüber hinaus finden Sie im Sanitätshaus eine Vielzahl von ergänzenden Hilfsmitteln, die den Alltag mit Inkontinenz erleichtern – angefangen bei Windeln/Windelhosen bis hin zu Bettunterlagen.

Unter Pflege&HomeCare finden Sie ergänzende Informationen sowie unsere Informationsbroschüre „Leben mit Inkontinez“ als Online-PDF. Darin finden Sie erste Beckenbodenübungen für Frauen und Männer, Tipps rund um den Umgang mit Inkontinenz in Bezug auf Ess- und Trinkverhalten, Hygiene sowie eine Checkliste als Vorbereitung auf ein Beratungsgespräch.

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