loader image

Filialen

Newsletter

0800 0009998

(kostenlos)

0800 0009911

(kostenlos)

Onlineshop

Klumpfuß

Der Klumpfuß – auch primärer Klumpfuß – ist bei Neugeborenen die häufigste Fehlbildung der Knochen und Gelenke. Es handelt sich hierbei Verformung aller Bestandteile des Fußes, die durch eine Fehldrehung der einzelnen Fußknochen zueinander verursacht wird. Es kommt bereits während des Heranwachsens im Mutterleib zu einer Innenrotation der Ferse, in deren Verlauf die Fußsohlen nach innen bzw. zueinander zeigen. Der Vorfuß wird infolge einwärts gehalten und es bilden sich eine Hohlfußkomponente sowie eine Spitzfußstellung. Bedingt durch diese Ausformung werden auch Sehnen, Bänder und die Muskulatur beeinträchtigt. Dies wiederum beeinträchtigt häufig die gesamte untere Beinachse: Die betroffene Extremität ist schmaler und kürzer.

Ursachen und Symptome

Die Ursache den sogenannten „angeborenen Klumpfuß“  ist nicht endgültig geklärt, die Forschung geht allerdings davon aus, dass es sich um eine multifaktoriell bedingten Fehlbildung handelt, die unter anderem genetisch bedingt ist. Neben dem primären Klumpfuß, gibt es auch sekundäre Formen, die zumeist Folgen einer systemischen oder neurologischen Primärerkrankung sind.
Symptomatisch wird der Klumpfuß aufgrund seines typischen Aussehens diagnostiziert. Die Mediziner stellen im Zuge der Diagnostik auch fest, ob der Fuß vollständig korrigiert werden kann.

Therapie

Das Ziel einer jeden Klumpfußtherapie ist ein funktionell guter, schmerzfreier Fuß mit bestmöglicher Beweglichkeit. Daher sollte eine Therapie so früh wie möglich begonnen werden. Dazu gehört sowohl das Tragen eines Konfektionsschuhs als auch die Ermöglichung einer uneingeschränkten, aktiven Beteiligung an Schul- und Freizeitsport. In der Regel wird das etablierte Therapiekonzept nach Ponseti zur Behandlung des kongenitalen Klumpfußes verfolgt, deren Ergebnisse mit Erfolgsraten zwischen 92 und 100%  sehr gut sind. Mit Hilfe dieser Methode ist es meist möglich, einen Klumpfuß bei einem ansonsten gesunden Kind, durchschnittlich innerhalb von 2-3 Monaten zu korrigieren, sagt das Deutsche Gelenkzentrum in Heidelberg.

Die Methode umfasst dabei eine 5-8-wöchige Gipstherapie mit wöchentlicher Einrichtung des Fußes und Anlage von oberschenkellangen Gipsen. Dadurch werden die Bänder und Sehnen des Fußes gedehnt und die Knochen und Gelenke in ihrer Stellung zueinander umgeformt.

Nach Durchführung einer perkutanen Durchtrennung der Achillessehne in Lokalanästhesie durch einen kleinen Hautschnitt nach dieser Phase der Gipsbehandlung schließen sich weitere 3 Wochen Gipstherapie in maximal möglicher Korrekturstellung an.

Im Anschluss an die Gipstherapie erfolgt die Weiterbehandlung mittels Schienen oder Orthesen bis zum Abschluss des 4. Lebensjahres. Entscheidend für die Sicherung der korrigierten Fußstellung ist die konsequente Nachbehandlung in den entsprechenden Hilfsmitteln, da sonst die hohe Gefahr einer erneuten Fehlstellung besteht mit. Hier ist die Mitarbeit der Eltern von extrem hoher Bedeutung! Füße mit einer gut korrigierten Position verursachen später im Leben kaum oder gar keine Probleme.

w

Sie haben Fragen zu unserem Angebot im Sanitätshaus?

Wir beraten Sie gern unter unserer
kostenlosen Service-Hotline: 0800 0009998

Reha-aktiv Sanitätshäuser

Oder kommen Sie in eine
unserer Reha-aktiv Sanitätshaus-Filialen.