Schlafstörung
Gelegentliche Schlaflosigkeit ist ganz normal, etwa vor wichtigen Terminen oder in akuten Stressphasen. Danach schlafen wir wieder normal und gut wie gewohnt. Von Schlafstörungen im medizinischen Sinne wird erst dann gesprochen, wenn Menschen über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten mindestens dreimal pro Woche so schlecht schlafen, dass die Lebensqualität, die Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden spürbar beeinträchtigt sind.
Und: Ein gesunder und ausreichender Schlaf ist wichtig für unser Gehirn. Er fördert Lernprozesse und Gedächtnis – und führt am Tage zu einer ausgeglichenen Stimmung. Deshalb ist es wichtig, Schlafstörungen behandeln zu lassen und sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!
Diagnose
Wichtig ist die eigene Wahrnehmung der Betroffenen. Am besten führen Betroffene hierfür ein Schlaftagebuch, dass sie dem Arzt vorlegen können. Eine weitere Möglichkeit ist der Schlaffragebogen oder ein ausführliches Diagnose-Gespräch, in dessen Verlauf mit dem Arzt versucht wird, mögliche Gründe für die Schlaflosigkeit zu ermitteln.
Um neurologische oder hormonelle Erkrankungen auszuschließen, können weitere Untersuchungen wie ein Bluttest oder eine Messung der Hirnströme (EEG) nötig sein. Bei Bedarf können auch eine oder mehrere Übernachtungen in einem medizinischen Schlaflabor erforderlich sein, in dem die Schlafqualität von Schlafmedizinern genau untersucht wird.
Ursachen für Schlafstörungen
Die Ursachen für eine Schlafstörung sind vielschichtig: Dazu gehören beispielsweise genetische Veranlagungen oder bestimmte Eigenschaften der Persönlichkeit wie Perfektionismus. Auslösende Faktoren wie lang andauernde Sorgen, dauerhafter Stress und sehr belastende Ereignisse wie eine Trennung können ebenfalls eine Schlafstörung verursachen. Zusätzlich gibt es noch aufrechterhaltende Faktoren, also Verhaltensweisen, die die Schlafstörung erhalten: Beispielsweise, indem bis in den Vormittag hinein oder tagsüber geschlafen wird.
Regelmäßiger Drogen- oder Alkoholkonsum kann ebenfalls zu Schlaflosigkeit führen, ebenso wie dauerhafte oder häufige Verschiebungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, etwa bei Schichtarbeit.
Weitere Ursachen für Schlafstörungen sind:
- Schnarchen mit Atemaussetzern, auch Schlafapnoe (LINK!) genannt
- Nächtliche Unruhe in den Beinen (Restless-Legs-Syndrom)
- Körperliche Erkrankungen oder Beschwerden wie chronische Schmerzen, häufiger nächtlicher Harndrang oder Herz- und Lungenerkrankungen
- Erkrankungen der Psyche, etwa Depressionen oder Angststörungen
- Bestimmte Medikamente wie Blutdruck- oder Asthmamittel oder Antidepressiva
- Schlafunterbrechungen aufgrund von Schlafwandeln oder Albträumen
Schlafstörungen können darüber hinaus auch in Pubertät, Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten.
Symptome bei Schlafstörungen
Eine Schlafstörung, medizinisch als Insomnie bezeichnet, kann sich verschieden äußern. Im Vordergrund steht immer die Unzufriedenheit mit der Dauer oder der Qualität des Schlafs, verbunden mit einem oder mehreren der folgenden Symptome:
- Schwierigkeiten einzuschlafen
- Schwierigkeiten durchzuschlafen: die Betroffenen wachen nachts häufig auf oder haben Probleme, danach wieder einzuschlafen.
- Sehr frühes Erwachen mit der Unfähigkeit, wieder einzuschlafen
Typisch für eine Schlafstörung ist, dass sich die Betroffenen besonders abends und nachts viele Gedanken und Sorgen über ihren Schlaf machen. Infolge sind sie bereits im Laufe des Tages ermüdet, fühlen sich beispielsweise permanent matt und antriebslos oder leiden unter Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.
Mögliche Folgen von Schlafstörungen
Ein Mangel an gutem Schlaf über einen längeren Zeitraum beeinträchtigt Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit – der Körper kann sich nicht mehr regenerieren. Emotionale Unausgeglichenheit und Überforderungsgefühle sind mögliche Folgen.
Das Risiko für Erkrankungen wie ein Herzinfarkt, Bluthochdruck und Diabetes mellitus (beides LINK) steigt, zudem schwächt fehlender Schlaf das Immunsystem und begünstigt so Infektionskrankheiten und kann – langfristig – psychische Erkrankungen hervorrufen.
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